Eine meiner schönsten Wanderungen obwohl das Wetter nicht besonders - um nicht zu sagen schlecht - und vor allem der erste Tag sehr anstrengend war. Aber vielleicht gerade deswegen.
Bin eine Woche vorher dieselbe Wanderung zur Wegerkundung alleine (mit meinem Hund) und in einem Tag (Gehzeit ca. 9 Std 20 Min) gegangen. Bin nur nach der Sonnschienhütte bei der Abzweigung zurück zur Häuselalm und von dort zum Bodenbauer - ist etwas kürzer. Das Wetter war besser und ich habe jede Menge Gemsen und einige Murmeltiere gesehen. Phantastisch!
 

1.Tag
 
Abmarsch von Seewiesen - Parkplatz beim Schranken. Sind mit 2 Autos gefahren. Eins bleibt hier stehen, das andere kommt auf den Parkplatz beim Bodenbauer wo wir herunter kommen.
Es geht gleich zur Sache. Aufstieg zur Florlhütte (1295 m). Das Wetter wird schlechter und Schnee gibt es auch noch ziemlich viel, obwohl schon Juni ist. Es regnet leicht. Gegen Mittag erreichen wir die Voisthaler Hütte (1660 m). Kurz nach der Rast der Einstieg in den Graf-Meran-Steig. Der Regen wird zum Eisregen. Am gegenüberliegenden Hang rutscht wer ein steiles Schneefeld hinunter - Gott sei Dank passiert nichts. Wir können erkennen wie der(die)jenige sich erhebt, auf seine Berggefährten wartet und mit ihnen weiter bergab geht. Es geht steil bergauf. Unser kleiner Trupp zieht sich in die Länge. Ab und zu warten wir zusammen. Der Eisregen hört nicht auf - mal stärker, mal schwächer. Am späten Nachmittag sind wir im Schiestelhaus (2150 m) - unserem Tagesziel. In der Hütte ist es ziemlich feucht - die Wände sind noch nass. Der Wirt erzählt uns, das er erst das erste Wochenende heroben ist. Matratzenlager sehr beengt. Im Bad Wasserkrug mit kaltem Wasser und Schaff. Das Waschen entfällt, ebenso das Zähneputzen - das machen wir älteren mit Schnaps.
 
2.Tag
 
Es regnet nicht mehr. Dafür hängt der Nebel am Berg. Sehr steil über den Hochschwab (2277 m), dann abwärts zur Fleischer-Biwakschachtel (2210 m). Das ist eine Notunterkunft - viel Platz ist nicht. Langsam verschwindet der Nebel. Weiter über die Häuselalm (1528 m) zur Sonnschienhütte (1523 m), wo wir wieder übernachten. Kurz vor der Sonnschienhütte fängt es wieder zu regnen an. Shit. Gegenüber der ersten Nacht haben wir jetzt ein Luxusquartier. Fließendes Wasser (nur kalt aber besser als nichts), ordentliche Lager (Stockbetten). Leider überbelegt. In unserem Raum für 19 pers. schlafen 25. Aber auf Hütten muß man eben damit rechnen.
 
3.Tag
  
Es regnet, nicht viel aber doch. Nun abwärts bis zur Abzweigung zur Häuselalm. Es hat zu regnen aufgehört. Ab und zu kommt die Sonne durch - welch schöner Anblick. Weiter bergab bis auf 1005 m. Ein herrlicher Almboden. Hier ist es gut zu Rasten. Vor allem wenn es nachher wieder bergauf geht. Und das tut es - und wie. Steil bergauf bis zum Scheideck (1217 m). Dafür geht es anschließend nur mehr bergab bis zum Bodenbauer.
 
Reine Gehzeit    1. Tag    ca.   5 Std  
                                 2. Tag    ca.   4 Std   25  Min
                                3. Tag    ca.   2 Std   40 Min
 
 Das jüngste Kind war 10
 

  
Wie kommst Du nach Seewiesen
  
A2 Abfahrt St. Pölten Süd. Weiter auf der B20 über Wilhelmsburg, Lilienfeld, Mariazell, Gußwerk nach Seewiesen. Dort rechts abbiegen ins Seetal bis zum Parkplatz.
Um das zweite Auto abzustellen auf der B20 von Seewiesen weiter nach Thörl. Dort rechts ab ins Ilgmer Tal zum Bodenbauer.
  
Ab Abfahrt St. Pölten Süd bis Seewiesen ca 99 km
Von Seewiesen bis Bodenbauer ca. 29 km.
  

 Kurz nach dem Abmarsch

Im Graf-Meran-Steig

Im Schiestelhaus Fleischer-Biwakschachtel

Auf der Häuselalm

Am Almboden

erstellt im März 2002
letzte Aktualisierung am 16.06.2003